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Unsere GINspirationen

Unsere GINspirationen
Copyright Birgitta Schulze van Loon

Deutschland, das Wacholderwunderland. Deutsche Brenner mischen auf dem Gin-Markt ganz vorne mit. Nicht in quantitativer Hinsicht, sondern in qualitativer.

Die begehrtesten Gins kommen meist aus kleineren bis mittelständischen Destillerien und aus sogenannten Garagen-Brennereien. Auch in der Ausgabe 2/2017 haben wir wieder einige Gins aus deutschen Landen prämiert und uns mit einer Brennerin und einem Brenner unterhalten.

Wolfgang Huberts Fragen an Birgitta Schulze van Loon, Inhaberin der Bren­nerei Birgitta Rust – Piekfeine Brände e.K.:

Frau Schulze van Loon, wie kamen Sie auf die Idee, einen Gin zu brennen?

Birgitta Schulze van Loon:

In den letzten Jahren erlebte vor allem der Gin eine wahre Renaissance. Der Wachholderbrand ist in der Barkultur sowie dem heimischen Spirituosenregal ein absolutes Highlight – vor allem im Premium-Bereich. Wir haben 2015 passend zu diesem Trend mit „Triple Peak“ einen eigenständigen und unverwechselbaren Premium-Gin auf den Markt gebracht, der geschmacklich besonders nuancen- und facettenreich ist.

Dabei spielt vor allem das Motto „aller guten Dinge sind drei“ eine wichtige Rolle: Der Gin unter den piekfeinen Bränden erschien erstmals zum dreijährigen Jubiläum unserer Bremer Brennerei, er wird dreimal destilliert und mit drei nordischen Wildfrüchten verfeinert.

Und was ist das Besondere bei Ihrem Gin?

Birgitta Schulze van Loon:

Im Gegensatz zu traditionellem Gin, der auf Getreide basiert, ist die Alkoholbasis für den Triple Peak ein Weindestillat. Diese Novität sorgt für einen besonders runden Geschmack. Der Triple Peak wird nach traditioneller Art als typischer London Dry Gin hergestellt. Die aromatisierenden, rein pflanzlichen Botanicals werden alle gleichzeitig dem Destillat hinzugefügt. Anschließend wird dieses Mazerat in einer Kupferbrennblase destilliert.

Zu den ausgewählten, hochwertigen Zutaten gehören klassische Botanicals wie Wacholder, Koriander, Fenchel und Zitrusfrüchte. Hinzu kommen die drei nordischen Wildfrüchte Hagebutte, Holunder und Sanddorn. Besonders hervorzuheben ist zudem feinster Earl-Grey-Tea, der dem Triple Peak eine finessenreiche und würzige Note verleiht.

Dieser stammt aus dem Hause Atelier du Thé Forgeron & Blanc. Um die feinen Aromen nicht anschließend durch Filterung wieder zu verlieren, verzichten wir auf diesen Prozess. Wie auch bei allen weiteren Edel-Spirituosen von uns wird der Triple Peak per Hand gebrannt und persönlich abgefüllt.

Wolfgang Huberts Fragen an Christian Stocker, Chef der Bren­nerei Stocker:

Herr Stocker, Ihr Gin wurde bereits zum zweiten Mal von uns ausgezeichnet. Was steckt hinter Ihrem Gin?

Christian Stocker:

Stocker´s Tschin ist ein handwerklich her­gestellter Premium Gin aus dem bayerischen Voralpenland. Die zehn Botanicals werden in jeweils abgestimmten Einzel­destillationen vergeistet und nach einer Reifezeit miteinan­der vermählt. Nur so kann aus jedem Botanical das maximale Aromapotenzial gewonnen werden.

Wacholder, Lemongras, Zimt, Schlehen, Vogelbeeren, Koriander, Lavendel, Piment und zwei weitere Botanicals verleihen ihm seinen besonderen Geschmack. Er besticht durch seinen intensiven, leicht harzi­gen Wacholdergeschmack mit fruchtigen Beerennoten, Zitrus und schöner Zimtsüße.

Wie genießt man ihn im Sommer am besten?

Christian Stocker:

Im Gin & Tonic gibt er mit klassischen und trockenen Tonicwater einen fruchtig-frischen Drink. Da der Gin eine schöne Zitrusnote hat, empfiehlt sich als Kontrast zum Beispiel eine Garnitur aus Gurken­scheibe oder roter Paprika mit frischem Basilikum. Aber auch die klassische Zitro­nen- oder Limettenscheibe macht sich gut, wenn man es richtig fruchtig mag.

Im Cocktail Negroni gibt er einen perfek­ten Begleiter zu Wermut und Campari. Mein Tipp für einen sehr erfrischenden Sommercocktail ist der Gimlet. Dazu braucht man 50 ml Stockers Tschin, 8 ml frischen Limettensaft und 8 ml Limetten­sirup. Alles auf Eis schütteln und in eine Cocktailschale abseihen.

Unsere Top-Gins in diesem Heft:

Stockers Tschin (Dry Gin) 93 Punkte
Brennerei Stocker, Tattenhausen € 25,00
www.brennerei-stocker.de

4812 Gin de Cologne // Old Tom Gin 92 Punkte
Rheinpegel21 UG, Köln // Hoffer Alter € 33,50
www.4812.koeln

Gin Triple Peak 91 Punkte
Birgitta Rust Piekfeine Brände, Bremen € 34,80
www.br-piekfeinebraende.de

Black Island Gin No. 2 – New Western Dry Gin 90 Punkte
Langeooger Gin Company, Nordseeinsel Langeoog € 39,95
www.Langeooger.com

Black Island Gin No. 4 – New Western Style Gin 89 Punkte
Langeooger Gin Company, Nordseeinsel Langeoog € 39,95

Black Island Gin No. 1 – New Western Dry Gin 88 Punkte
Langeooger Gin Company, Nordseeinsel Langeoog € 39,95

Natural Dry Gin 88 Punkte
Weingut Daniel Mattern, Mettenheim € 29,00
www.DanielMattern.de

Hoolgaascht – Schwäbisch Hall Aged Gin 88 Punkte
Marco Hage, Schwäbisch Hall € 34,00
www.hoolgaascht-gin.de

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Über den Autor

Wolfgang Hubert ist seit über 20 Jahren als Weinjournalist, Verkoster und Autor tätig und war bis 2008 außerdem Chefredakteur des Magazins „getränke markt“. Seit Ende 2014 ist er Chefredakteur des Genussmagazins "selection".

Dazu schreibt oder schrieb er regelmässig diverse Beiträge unter anderem für WeinWisser, Vinum, Wein Gourmet, essen & trinken, sowie für renommierte Tages- und Wochenzeitungen.
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